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Moschee


CC-BY  Ingo Koll Nachschlagen

Bild arabisch masdschid: Ort des Sich-Niederwerfens (vor Gott)

Das Wort Moschee bezeichnet eine islamische Gebetsstätte.
Normalerweise handelt es sich hierbei um ein Gebäude, aber auch ein offenes umgrenztes Gelände für das Gebet wird »Moschee« genannt. Eine Moschee kann auch ein Mehrzweckgebäude sein, in dem ein Saal für das Gebet und Versammlungen reserviert ist, während andere Räume als Geschäfte, Büros, Unterrichtsräume usw. genutzt werden.

Zur Einrichtung der Moschee bzw. des Gebetsraums gehören meistens:

  • das Anzeigen der Gebetsrichtung (kibla) nach Mekka, oft durch eine Gebetsnische (mihrab) in der Wand, die in Richtung Mekka liegt.
  • die Kanzel (minbar) für die Predigt, die der Imam im wöchentlichen Hauptgebet am Freitag Mittag hält. Meist ist sie eine kleine Plattform an der Wand, zu der eine Treppe hinaufführt.
  • bei dem Gebetsraum ist eine Waschgelegenheit für die Reinigung, die jeder Muslim vor dem Beten vornehmen soll
  • größere Moscheen haben oft ein oder mehrere Minarette – das sind Türme, von denen der Muezzin das Gebet ausruft.
  • es gibt keine Stühle oder Sitzbänke. Dafür ist der Boden oft mit Teppichen ausgelegt. Manchmal sind parallele Streifen auf dem Fussboden zu sehen. Die helfen der Gemeinde, sich in Reihen aufzustellen, um gemeinsam in Richtung der kibla zu beten.
  • für Frauen ist in fast allen Moscheen ein eigener, räumlich abgetrennter Bereich mit Sichtschutz vorhanden – meist in einem weiteren Raum.

Es gibt sehr unterschiedliche Baustile für Moscheen, die sich in verschiedenen Ländern entwickelt haben. Dazu gehört in der Türkei, auf dem Balkan und im Nahen Osten zum Beispiel die Zentralkuppelmoschee, die sich aus den byzantinischen Kirchen entwickelt hat.

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In den heißen Ländern gehört zur Moschee oft ein großer Innenhof, um den herum Gebetssaal und Nebengebäude sowie Schulen, Bäder und Gästehaus angeordnet sind. In Persien hat sich der Typ der Eiwan-Moschee entwickelt, wobei die 4 Seiten dieses Innenhofs mit großen Bogennischen geschmückt sind.

Die berühmtesten Moscheen sind die Haram-Moschee an der Kaaba in Mekka und die Nabawi-Moschee beim ehemaligen Wohnhaus des Propheten Mohammed in Medina, die jedes Jahr das Ziel von Millionen von Pilgern auf der Hadsch sind. Sehr bekannt ist auch die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem.