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Eisheiligen

Bild Eisheilige nennt man die Tage vom 11. bis 15. Mai, die nach den »Eisheiligen« Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie benannt sind. Diese Heiligen sind nicht erfroren und starben den Märtyrertod keineswegs in der Antarktis oder im bitterkalten Sibirien. Die Eisheiligen werden so genannt, weil an ihren Festtagen (siehe Namenstag) zur Mitte des Wonnemonats Mai oft zum letzten Mal die Temperaturen unter die Null-Grad-Marke fallen.

Der Festtag des heiligen Mamertus eröffnet am 11. Mai die Eisheiligen. Mamertus wurde um 400 in Frankreich geboren und wurde 461 Bischof in Vienne. Er führte die »Drei Bittgänge« vor dem Fest Christi Himmelfahrt ein, Prozessionen zur Abwendung von Gefahren und zur Erflehung göttlicher Hilfe.

Am 12. Mai ist der Festtag des heiligen Pankratius, der um 290 in Phrygien (heutige Türkei) geboren wurde. Er starb unter Kaiser Diokletian um 305 den Märtyrerstod starb; er gilt als Patron der Kinder.

Der heilige Servatius wird am 13. Mai gefeiert und war am Anfang des vierten Jahrhunderts Bischof von Tongeren (die älteste Stadt Belgiens). Am 13. Mai 384 starb er als Märtyrer in Maastricht. Die Servatius-Kirche von Maastricht ist die älteste Kirche der Niederlande.

An den heiligen Märtyrer Bonifatius von Tarsus, der nicht mit Bonifatius, dem Apostel der Deutschen zu verwechseln ist, erinnert die Kirche am 14. Mai. Er starb um 305 in der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius.

Die »kalte« Sophie starb im heißen Rom als ebenfalls Märtyrerin um 304 unter Diokletian; ihr Gedenktag ist der 15. Mai.Teile ihrer Reliquien befinden sich heute im Frauenkloster Eschau im Elsass.

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