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Abt Suger


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Bild Abt Suger (1081-1151), war Leiter der Abtei Saint-Denis bei Paris. Der Zeitgenosse von Bernhards von Clairvaux prägte die Kirchenpolitik seiner Zeit und verhalf dem neuen Kunststil der Gotik zum Durchbruch.

Abt Suger wurde im Jahre 1081 in bäuerlichen Verhältnissen geboren und von seinem Vater bereits mit 10 Jahren als Oblate in die Abtei Saint Denis gegeben. Der wissbegierige Suger erhielt eine fundierte Ausbildung und wuchs zu einem herausragenden Gelehrten heran. Nach Abschluss der Ausbildung wurde er vom Abt des Klosters schon bald mit missionarischen Aufgaben betraut. Dadurch lernte er das Leben am Hofe des Königs und des Papstes kennen.

1122 wurde Suger durch die Klostergemeinschaft zum Nachfolger des verstorbenen Abtes gewählt. In dieser Eigenschaft führte er eine Reform der Klosterdisziplin durch und führte das Kloster zu neuer wirtschaftlicher Blüte. Außerdem wirkte er als politischer Berater von König Ludwig VI., der in kirchlichen Fragen immer wieder seinen Rat suchte.

1137 begann Abt Suger schließlich mit dem Projekt der Neuerrichtung der Abteikirche von Saint-Denis. Zunächst wurde eine Vorhalle (siehe Narthex) errichtet und 1140 eingeweiht. Bis 1144 wurde der Chorraum neu errichtet und in einem letzten Schritt das Kirchenschiff und die Türme erneuert. Am 8. Juni 1147 wird in der erneuerten Kirche der Beginn des 2. Kreuzzuges eingesegnet. Das ausrückende Heer wird von König Ludwig VII. (1120-1180) geleitet. Abt Suger übernimmt in der Zeit der Abwesenheit die Reichsregentschaft.

Abt Suger verstirbt 1151 im Alter von 70 Jahren.