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Roger Schutz


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Bild Frere Roger wurde am 12. Mai 1915 als Roger Schutz-Marsauche in Provence in der Schweiz geboren. Sein Vater war ein reformierter Schweizer Pfarrer, seine Mutter Französin. In den Jahren 1937 bis 1940 studierte er Theologie in Lausanne und Strassburg. Im August 1940 zog Roger Schutz nach Frankreich. Die Zeit des Zweiten Weltkriegs verbrachte er im burgundischen Dorf Taize. Mehrfach versteckte der Geistliche gefährdete Flüchtlinge, vor allem Juden.

Allmählich schlossen sich Frere Roger auch andere Brüder an. 1949 legten sie gemeinsam ein Gelübde ab und verpflichteten sich zum klösterlichen Leben – die »Communaute« (Gemeinschaft) war gegründet.

Frere Roger baute die Aktivitäten der Gemeinschaft kontinuierlich aus. Ein besonderes Anliegen war ihm die Solidarität der christlichen Brüder mit den Ärmsten der Armen. Darum leben seit 1951 viele Brüder aus Taize in Gemeinschaften mit Besitzlosen in Asien, Afrika und Lateinamerika zusammen. Besondere Beachtung fand die Zusammenarbeit von Frere Roger mit Mutter Teresa und ihren Sterbehäusern.

Für sein unermüdliches Engagement wurde Frere Roger unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem UNESCO-Preis für Friedenserziehung ausgezeichnet.

Am 16. August 2005 wurde Fr?re Roger beim Abendgebet in der Versöhnungskirche der Communauté de Taize von der Rumänin Luminiţa mit drei Messerstichen getötet. Sein Tod löste weltweite Bestürzung aus.