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Rebekka


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Rebekka ist nach Gen 24,15 eine Tochter Betuëls und wird die Frau des Isaak. Ihre Söhne waren Jakob und Esau (Gen 24,22.24-26).

Die Verheiratung mit Isaak.
Über die Anbahnung der Ehe liest man in Gen 24,1-67. Demnach sendet Abraham einen bewährten Diener mit dem Auftrag, für Isaak eine Frau zu finden (Gen 24,2-9). Rebekka fällt nicht nur durch ihre Schönheit auf (Gen 24,16), sondern auch durch ihr Verhalten: So schildert Gen 24,17-20 das gastfreundliche Auftreten des Mädchens (Gen 24,17-20).

Diese Erzählung lässt Rückschlüsse zu auf das Vorgehen bei einer Ehe(schließung) im Alten Israel: Die Frau bzw. das Mädchen konnte für den Mann ausgewählt werden. Ob ihre Zustimmung immer erfragt wurde, darf bezweifelt werden. In Gen 24,12-14 wird das Auffinden Rebekkas durch den Knecht auf Gottes „Eingebung“ zurückgeführt.

Die Verheiratung junger Mädchen war auch in der Umwelt Israels gängige Praxis.
Die Liebe scheint sich oftmals erst nach der Verheiratung eingestellt zu haben. In Gen 24,67 findet sich die Notiz: „Isaak brachte sie in sein Zelt, […], er nahm Rebekka und sie wurde seine Frau. Da gewann Isaak sie lieb […].“

Rebekka hilft Jakob, dem Betrüger.
Nach der Erzählung in Gen 25,28-34 bevorzugte Rebekka ihren Sohn Jakob: Sie verhalf ihm dazu, sich als Esau auszugeben und von Isaak den Segen für den Erstgeborenen zu erschleichen.
Dadurch wurde ein jahrelanger Bruderzwist ausgelöst (Anspielung auf Streitereien zwischen verschiedenen Stämmen? vgl. Gen 25,23).

Gefährung der Rebekka.
Als Isaak in der Fremde weilt, gibt er Rebekka als seine Schwester aus (Gen 26,7), wodurch sie nun für fremde Männer interessant wird. Er will damit sein eigenes Leben – als Gatte einer gutaussehenden Frau – schützen, gefährdet damit aber Rebekka.

Fischer, Irmtraut: Art. "Rebekka", in: Lexikon für Theologie und Kirche.