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Legenda aurea


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

lateinisch: Goldene Legende

Bild Die »Legenda aurea« ist eine von Jacobus de Voragine, Dominikaner und späterer Erzbischof von Genua, im 13. Jahrhundert in lateinischer Sprache verfasste Sammlung von 243 Heiligenlegenden, mit dem Originaltitel »Legenda sanctorum« (Legende der Heiligen).

Diese auf mündlichen und schriftlichen Quellen basierende Sammlung von legendenhaft beschriebenen Heiligenviten (siehe Vita) hatte einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die deutschen Legenden des ausgehenden Mittelalters, und ist eine hervorragende Quelle für das Verständnis des mittelalterlichen Aberglaubens. Von den deutschen Heiligen wird in der »Legenda aurea« nur die hl. Elisabeth von Thüringen angeführt.

Die »Legenda aurea« wurde rasch vorbereitet. Bis 1500 sind bereits mehr als 70 lateinische Handschriften bekannt. Das Werk wurde außerdem in zahlreiche Sprachen übersetzt und häufig mit regionalen Ergänzungen versehen.

Im Internet können Teile der Legenda aurea im Original gelesen werden.