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Islamismus


CC-BY  Andreas Greif Nachschlagen

Der Islamismus ist eine religiös-politische Bewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Islam hervorgegangen ist.
Der Islamismus bekämpft alle nicht-islamischen Einflüsse und lehnt die Trennung von Staat und Religion ab. Islamisten sind Muslime, die die Errichtung einer Gesellschaft auf den Grundlagen von Koran und Sunna anstreben (Sunna = islamische Tradition).
Islamistische Gruppierungen gibt es in vielerlei Ausrichtungen und Schattierungen, die das Ziel der Islamisierung der Gesellschaft mit ganz unterschiedlichen Mitteln erreichen möchten: in und außerhalb der Familie durch ein vorbildliches Leben nach islamischen Grundsätzen, durch Werbung für den Islam, durch die Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten zur Stärkung des Islams als Religionsgemeinschaft der muslimischen Minderheiten im Westen, durch Koran- und Literaturverbreitung, Moscheebau oder auch durch den Aufruf zum Kampf.
Terrorismus ist eine kämpferische Variante des Islamismus, Islamismus jedoch ist nicht mit Terrorismus gleichzusetzen.
Im Unterschied zum Islam, der Modernisierungen eher friedlich gegenübersteht, verfolgt der Islamismus eine bewusste Abgrenzung zum Westen.

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