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Evangelische Kirche


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster/Thomas Krüger Nachschlagen

Evang. Kirche ist der Name derjenigen christlichen Glaubensgemeinschaften, die aus dem Protestantismus und der durch ihn ausgelösten Reformation (16.Jahrh.) hervorgegangen sind. Der Begriff leitet sich von Evangelium = Gute Nachricht ab.

Zur Evangelischen Kirche zählen vor allem die auf Luther zurückzuführenden lutherischen Kirchen, besonders in Deutschland und Skandinavien, sowie die auf Calvin und Zwingli sich berufenden reformierten Kirchen (siehe Reformierte Kirchen), besonders in Westeuropa und Nordamerika. Die unierten Kirchen sind aus Zusammenschlüssen von Lutheranern und Reformierten hervorgegangen. Zur Evangelischen Kirche gehören auch verschiedene in den vergangenen Jahrhunderten entstandene Freikirchen, wie z.B. Methodisten, Baptisten, Mennoniten oder die Heilsarmee.

In Deutschland sind seit 1945 die lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen zusammengeschlossen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (siehe EKD). Leitungsorgane der EKD sind die Synode, die Kirchenkonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Innerhalb der EKD bestehen zwei konfessionelle Zusammenschlüsse: die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Union Evangelischer Kirchen (unierte Kirchen). Mehrere evangelische Freikirchen sind in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zusammen geschlossen.

Die EKD und ihre Gliedkirchen sind wie auch die Bistümer der Römisch-Katholischen Kirche und einige Freikirchen als Körperschaften Öffentlichen Rechts anerkannt. EKD und Gliedkirchen haben so genannte Staats-Kirchenverträge mit der Bundesrepublik Deutschland bzw. einzelnen Bundesländern geschlossen.

siehe auch www.ekd.de