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Ehe (Buddhismus)


CC-BY  Francesco Ficicchia Nachschlagen

Ehe und Familie beanspruchen im Buddhismus keinen sakramentalen Status; sie unterliegen der irdischen resp. gesellschaftlichen Ordnung und erfahren keine besonderen Weihen durch die Religion. Der Buddhismus lehrt die Überwindung aller Bindungen, folglich auch die Loslösung aus sozialen Zusammenhängen. Trotzdem sind die Anhänger der Lehre aufgerufen, einander mit Achtsamkeit, Güte, Respekt, gegenseitiger Treue und Hilfeleistung zu begegnen. Die Familie als Urzelle sozialer Zugehörigkeit und emotionaler Orientierung erfährt dadurch die volle Wertschätzung auch seitens der Religion. Allein Mönche und Nonnen sind in der Forderung nach Verzicht auf sämtliche weltliche Anhaftungen gehalten, sich auch aus familiären Bindungen zu lösen und damit zur Ehelosigkeit verpflichtet. In einigen Richtungen des Mahâyâna (siehe Mahayana-Buddhismus) ist der Zölibat dagegen nicht gefordert.

siehe Frau (Buddhismus), siehe Zölibat (Buddhismus)

www.navayana.ch