Siddhartha Gautama


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indischer Prinz, der von um 450 bis um 370 v. Chr. lebte. Über ihn sind kaum zuverlässige biografische Angaben überliefert.

Der Legende nach wächst Siddharta sehr behütet im Palast auf. Er wird von allem Leid ferngehalten. Als Jugendlicher macht er vier Ausfahrten aus dem Palast. Er macht dort die – für ihn neue – Erfahrung, dass alle Menschen einmal krank werden, alt werden und sterben müssen. Ein einschneidendes Erlebnis für ihn ist die Begegnung mit einem Asketen (Bettelmönch) (siehe Askese), woraufhin ihm sein ganzes bisheriges Leben als sinnlos erscheint.
Er verabschiedet sich von seiner Frau und seinem gerade geborenen Kind, verzichtet auf die Herrschaft und versucht durch Askese Befreiung vom Leid zu erfahren. Er schließt sich verschiedenen Wanderasketen an und übt sich in beinahe lebensgefährlichem Fasten und Entsagen. Doch nach sechs Jahren gibt er diesen Weg der Askese auf.

Unter einem Baum erhält Siddharta nach langer Meditation schließlich die Erleuchtung. Er wird zum Buddha, zum »Erleuchteten«. Seine Antwort auf die Urfrage allen Seins, auf die Frage nach dem Leid formuliert er als »Vier edle Wahrheiten«.
Den Rest seines Lebens verbringt Buddha mit der Verkündigung seiner Lehre (siehe Dharma).

Buddha wird als Ehrentitel des Prinzen Siddharta Gautama gebraucht, auf den der Buddhismus zurück geht.