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Willibrord


CC-BY  Jean-Louis Gindt, Thierry Origer Nachschlagen

Bild Der heilige Willibrord gilt als der Gründer der Abtei Echternach in Luxemburg. Er wurde im Jahr 658 in Northumbrien (Zentralengland) geboren. Schon als Jugendlicher wurde er für den Dienst vor Gott bestimmt und von seinen Eltern ins Kloster Ripon gebracht. Im Alter von 30 Jahren wurde er zum Priester geweiht.

Getrieben von seinem Engagement für das Reich Gottes, wollte Willibrord zunächst dem friesischen Volk das Evangelium Jesu Christi verkünden. Deshalb erhielt er auch den Titel „Apostel der Friesen«. Papst Sergius I. weihte ihn 695 in der Peterskirche zum Bischof. Anschließend wurde er Erzbischof von Utrecht (Niederlande). Ein bekannter Schüler und Nachfolger Willibrords ist Bonifatius, der »Apostel der Franken«, auch »Apostel der Deutschen« genannt.

Im Jahre 698 schenkte die heilige Irmina, Äbtissin von Oeren bei Trier, Willibrord ihren Anteil an der Villa Echternach. Willibrord baute eine neue Kirche und gründete ein Benediktinerkloster, das vor allem durch sein Scriptorium berühmt wurde. Das berühmteste Werk ist sicher das Goldene Evangeliar aus dem 11. Jh., der Codex Aureus Epternacensis.

Willibrord starb am 7. November 739 im Alter von 81 Jahren. Er liegt in der Krypta der Echternacher Basilika begraben. Schon bald nach seinem Tod strömten Scharen von Pilgern zu seinem Grab. Zu seinen Ehren findet bis heute jedes Jahr in Echternach am Pfingstdienstag die Springprozession statt. Neben Maria, der Trösterin der Betrübten, ist Willibrord der 2. Patron Luxemburgs.

Weitere Informationen zum heiligen Willibrord finden sich im Internet.