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Weihnachten (England)


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

Bild In England werden die Traditionen des Weihnachtsfestes auf den englischen König Artus zurück geführt. Jedes Jahr an Weihnachten gab er ein großes und buntes Fest am Hofe. Spielleute und Akrobaten wurden an den Hof gerufen und ein köstliches Festmahl wurde aufgetragen, dessen Pausen mit den Vorführungen der Künstler gefüllt wurden. Und die Tradition des bunten Festes gibt es in England noch heute.

Zur Weihnachtszeit wird die ganze Wohnung mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Papiergirlanden geschmückt. Außerdem werden Weihnachtskarten auf den Kaminsims gestellt oder in der Wohnung auf einer Wäscheleine aufgehängt.

Am Abend des 24. Dezember, dem „Christmas Eve“, steht dann ein festliches Essen auf dem Programm. Vor allem Truthahn, Eierpunsch und der traditionelle flambierte Plumpudding dürfen dabei nicht fehlen. Anschließend wird in vielen Familien ausgelassen getanzt. Kinder und Jugendliche kommen maskiert und machen mit kleinen Feuerwerkskörpern ordentlich Krach.

Doch auf ihre Geschenke müssen die Kinder noch geduldig warten, denn die gibt es erst am nächsten Morgen. Abends hängen sie ihre selbstgestrickten, übergroßen (damit mehr Geschenke hineinpassen) Strümpfe am Kamin auf, damit Santa Claus die Geschenke bringen kann. Auch die Jungen müssen ihre Strümpfe selber stricken, denn wenn sie sich von Oma oder Mutter helfen lassen, finden sie am nächsten Morgen nur eine Rute in ihrem Strumpf.

In der Nacht wird Santa Claus aktiv. Er holt seinen Schlitten heraus, spannt seine Rentiere davor und saust von einem Dach zum anderen, klettert durch den Schornstein und verstaut die vielen Geschenke in den Strümpfen. Am Weihnachtsmorgen eilen die Kinder ungeduldig an den Kamin und finden ihre Geschenke vor. Präsente, die aus Platzmangel nicht in die Strümpfe gepasst haben, liegen unter dem bunt geschmückten Weihnachtsbaum.

Der 26. Dezember wird in England »Boxing day« genannt. Früher wurde an diesem Tag den Hausangestellten eine Geldsumme in einer Box geschenkt – daher der Name. Heute besucht die ganze Familie am »Boxing day« lustige Theateraufführungen.