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Steinigung


CC-BY  Markus Düsel und Robert Menzel Nachschlagen

Die Steinigung ist eine in arabischen Ländern verbreitete Methode der Hinrichtung. Sie zählt zu den grausamsten Formen der Todesstrafe.

Bei einer Steinigung werden Männer bis zum Gürtel und Frauen bis zur Brust in die Erde eingegraben. Oft wird der Oberkörper in ein Tuch gewickelt. Dann wird um das Opfer eine Linie gezogen, die von den Vollstreckern nicht übertreten werden darf. Der Kläger muss den ersten Stein werfen, dann folgen die Zeugen und der Richter. Anschließend wirft die gesamte Gemeinschaft. Die Steinigung ist ein Töten aus der Ferne; die Schuld am Tod trägt kein Einzelner, sondern die gesamte Gemeinschaft. Auch in der Bibel wird von dieser Strafform berichtet. (»Die Steinigung des Stephanus« (Apg7, 54 – 8,1a) und »Jesus und die Ehebrecherin (Joh8, 1-11).

siehe Scharia