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Staat und Kirche


CC-BY  Udo Hahn / ekd.de Nachschlagen

In Deutschland sind Staat und Kirche seit 1918 getrennt. Der Staat ist aufgrund des Grundgesetzes zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Dies hindert ihn aber nicht daran, ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Kirchen zu entwickeln. So zieht er für die Kirchen gegen Gebühr die Kirchensteuer ein. Er finanziert u. a. den Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Theologische Fakultäten an den Universitäten, die Militärseelsorge und bezuschusst die von den Kirchen geleisteten Aktivitäten der Entwicklungshilfe.

Vor Ort werden die Aktivitäten der Diakonie finanziell gefördert und etwa auch kirchliche Kindergärten. Der Staat ist auf diese Angebote angewiesen, denn müsste er die Kosten dafür alleine tragen, käme ihm dies um ein Vielfaches teurer. Schließlich sind die Kirchen an der Finanzierung der Kindergärten beteiligt. Gefördert werden vom Staat auch andere Träger, z.B. das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, die katholische Caritas und der Arbeiter Samariterbund, denn die Bürgerinnen und Bürger sollen frei wählen können, welche Einrichtungen sie nutzen -wollen.