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Shunyata


CC-BY  Francesco Ficicchia Nachschlagen

Sh?nyatâ (Sanskrit), [Su??atâ (Pâli)] = Leere, Leehrheit. Zentraler Begriff der buddhistischen Schule der siehe Madhyamaka und des gesamten Mahâyâna (siehe Mahayana-Buddhismus), der die Substanzlosigkeit aller Phänomene in ihrer bedingten Enstehung und Unbeständigkeit bezeichnet (siehe Pratityasamutpada). Leerheit ist eine Umschreibung für das Nichtbestehen irgendwelcher Seinsessenzen, für das Fehlen eines Selbst, eines Ich und einer Eigennatur der Dinge.

Die Leere oder Leehrheit ist dem eigentlichen Wortsinn nach kein Seinsprinzip; sie ist ohne Kennzeichen (animitta) und ohne Eigenschaften, damit auch nicht der Urgrund aller Existenz. Dennoch wird im Mahâyâna (siehe Mahayana-Buddhismus) der Begriff sh?nyatâ mit dem Absoluten (siehe Nirvana) gleichgesetzt, da die Leerheit frei von Dualität, Zuschreibungen und empirischen Formen ist. Im Hînayâna (siehe Theravada) bezieht sich der Begriff der Leerheit lediglich auf die »Person« (siehe Mensch (Buddhismus)), die als unbeständig (anitya) und nicht wesenhaft (siehe Anatman (Buddhismus); siehe asvabhavata) gesehen wird, während im Mahâyâna durchweg sämtliche Erscheinungen als wesenlos (asvabhâva), d.h. als leer von einer Selbstnatur bezeichnet werden.

siehe Nagarjuna, siehe Relativismus (Buddhismus)

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