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Schlussstein


CC-BY  Eckhard Bieger Nachschlagen

Bild Der Schlussstein befindet sich am höchsten Punkt eines Bogens oder eines Rippengewölbes. Er schließt den Bogen ab und verkeilt das gebogene Mauerwerk. Dadurch gibt er dem Gefüge den entscheidenden Halt.

Diese Steine können besonders verziert sein. Das ist meist bei Schlusssteinen von repräsentativen Gebäuden über dem Tür- oder Torbogen und in Kirchen in der Spitze des Gewölbes der Fall. Der Schlussstein kann auch ringförmig ausgeführt sein. Es gibt jedoch auch Gewölbe, wo gerade anstelle des Schlusssteines eine Öffnung freigehalten ist. An Pfingsten wird durch diese Öffnung die Taube heruntergelassen oder die Feuerzungen fallen in Form von Blütenblättern auf die Gemeinde herab. Auch für die symbolische Darstellung der Himmelfahrt sind diese Öffnungen genutzt worden.

Schlusssteine in Gewölben kommen besonders in der Gotik in Kirchen, Klöstern und anderen sakralen Gebäuden vor. In der neogotischen Phase des Historismus finden sich Schlusssteine auch in profanen Gebäuden.