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Samsara (Buddhismus)


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Im Buddhismus gibt es zwei gegensätzliche Begriffe, die zusammen genannt werden müssen: Samsara und Nirvana. Samsara beschreibt die bedingte Welt und Nirvana die innere Freiheit von dieser.
Das Wort Samsara kommt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet: „Wanderung“. Dabei handelt es sich um die Wanderung von Wiedergeburt zu Wiedergeburt.
Samsara hängt eng mit der Lehre des Karma zusammen, wonach jedes menschliche Handeln (Karma) neben seiner sichtbaren Wirkung auch eine unsichtbare Wirkung hervorruft (Karma-Phala), die gut oder schlecht (Verdienst oder Schuld) sein kann. Diese unsichtbare Wirkung bleibt bestehen, auch wenn die sichtbare Wirkung bereits verschwunden ist.
Samsara ist also die Wanderung der Seele von Körper zu Körper, im ewigen Kreislauf der sich wiederholenden Geburten und Tode. Gefangen in Ihrem materiellen Körper, wandert die spirituelle Seele, von einem Körper zum anderen, gemäß ihrer Handlungen (Karma) um im nächsten Leben die Reaktionen zu erleiden.
Dementsprechend ist es für Buddhisten nicht unbedingt angenehm zu hören, dass sie im nächsten Leben wieder inkarnieren werden, da sie aus diesem Kreislauf schließlich aussteigen möchten. Aus diesem Grund ist es nicht der Tod, der für den Buddhisten beängstigend wirkt, sondern eher die Tatsache, aus diesem ewig währenden Kreislauf gefangen zu sein.