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Presbyterianismus


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von griechisch presbyteros: der Ältere

Der Presbyterianismus bezeichnet eine Kirchenverfassung, in der die Gemeinde durch ein Gremium von „Ältesten“ geleitet wird. Die Berufung in dieses Amt, das sowohl Geistliche (siehe Klerus) als auch Laien ausüben können, erfolgt durch Wahl der Gemeindeglieder.

Die Leitungsgremien presbyterianischer Gemeinden sind auf unterschiedliche Ebenen verteilt. Die einzelne Gemeinde, die rechtlich und finanziell selbstständig ist, wird von der „Sitzung“ geleitet. Das „Presbyterium“ leitet mehrere Gemeinden in einem begrenzten lokalen Umkreis. Größere geographische Kircheneinheiten werden von den „Synoden“ geleitet. Die „Generalsynode“ ist das oberste Leitungsgremium der Kirche.

Die Wurzeln des Presbyterianismus gehen auf Johannes Calvin zurück. Er forderte eine Kirchenordnung, die sich auf die Auffassung des NT vom Amt der Ältesten stützt. Gemeinden nach dem presbyterianischen Ordnungsmodell sind weltweit anzutreffen. Auf dem europäischen Festland werden sie „reformiert” genannt, während sich die Kirchen auf den britischen Inseln und in Nordamerika „presbyterianisch“ nennen.

Ein Beispiel für eine Kirche mit presbyterianischer Kirchenverfassung ist die Kirche von Schottland.