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Prädestinationslehre


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Die Prädestinationslehre ist eine Glaubensvorstellung, die besagt dass das Schicksal eines Menschen allein von der Willkür Gottes bestimmt wird. Gott „erwählt“ oder „verwirft“ Menschen, dies hängt somit nicht etwa vom Handeln oder Glauben einer Person ab, sondern nur von der persönlichen Entscheidung Gottes. Wer auserwählt ist, hat nach verschiedenen Ausprägungen der Prädestinationslehre sein Leben lang Erfolg und Ansehen zu erwarten.

Die Prädestinationslehre wird insbesondere mit Augustinus von Hippo und dem Calvinismus verbunden. Johannes Calvin und Huldrych Zwingli, sowie ihre Anhänger der reformierten Theologie vertraten ursprünglich die schärfste Prädestination, d. h. die grundsätzliche Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur Seligkeit (ohne Verdienst) oder zur Verdammnis (ohne Schuld) als doppelte Prädestination.