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Politische Faktoren


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Das Römisches Reich deutscher Nation war in viele unterschiedlich große Territorien unterteilt. Als höchste Instanz war der Kaiser eingsetzt. Dennoch hatte er nicht die uneingeschränkte Macht. Die für die Territorien zuständigen Kurfürsten hatten nahezu die alleinige Herrschaft in ihrem Gebiet. Der Kaiser wurde von den Kurfürsten gewählt. Im Gegenzug musste dieser am den Fürsten zusichern, dass sich ihre Gebiete in der Größe nicht veränderten.
Der Reichstag war das höchste Organ, welches die Gesetze verabschiedete. Er setze sich auf den Kürfürsten, dem Kaiser, den Hochadel und den Reichsstädten. Gemeinsam mussten die Gesetze verabschiedet werden, der Kaiser war dazu nicht alleine berechtigt. Dieses politische System wird als Dualismus zwischen dem Kaiser und den Reichstädten bezeichnet.
Dieses vorherrschende System bedingt das Voranschreiten der Reformation. Die Entscheidungen über die Konfession wurden in den einzelnen Territorien getroffen. Insgesamt gab es zu dieser Entwicklung keine einheitliche Meinung, da eine Zentralinstanz im Reich fehlte. Verschärft wurde die Situation der Abwesenheit einer Führungspersönlichkeit von politischer Seite in Sachen Reformationdadruch, dass der Kaiser in den Jahren nach 1517 mit Kriegen in Frankreich und England beschäftigt war und seine Aufmerksamkeit nicht dem eigenen Land galt.
Die Kurfüsten nutzen diese Chance um sich sowohl vom Kaiser als auch vom Papstloszusagen.