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Neuer Bund


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Das Alte Testament (siehe AT) kennt eine ganze Reihe von Gottesbünden: den Noahbund (Gen 6,18; Gen 8,21f), den Abrahambund (Gen 15,7-21) und den Sinaibund (Ex 19,1-24,1ff), der dreimal unter Josua, Joschija und Esra erneuert wurde. Bei den Propheten (Jesaja, Jeremia, Hosea) wird aus dem beidseitigen Verpflichtungsverhältnis ein einseitiger, allein im Erbarmen begründeter Akt der Erwählung, den Gott aus freien Stücken zugunsten seines treubrüchigen Volkes setzt. Das Ergebnis dieses Gnadenbundes soll eine Friedens- und Heilszeit sein.
Diese Bundesverheißung steht im Hintergrund des Abendmahlsgeschehens (1.Kor 11,25). Der Hebräerbrief (Hebr 9,15ff) spielt mit dem Doppelsinn des griech. Wortes »diatheke«, das sowohl »Bund« als auch »Testament« bedeutet. Wie ein Testament erst mit dem Tode des Erblassers in Kraft tritt, so macht der Tod Jesu Christi den Bund Gottes gültig.

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