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Metaethik


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Die Metaethik ist eine Forschungsrichtung, die seit Beginn des 20 Jahrhunderts besteht. Ursprünglich wurde sie im angloamerikanischen Sprachraum entwickelt.

Die Metaethik versucht die Natur der Moral im Allgemeinen zu bestimmen. Dabei arbeitet sie semantische Analysen moralischer Urteile aus. Jedoch werden in der Metaethik keine inhaltlichen Aussagen, die die moralischen Bewertungen einzelner Handlungen betreffen, getan. Sie lässt also jede Bewertung der Moral außer Acht. Praktisch handelt es sich bei der Metaethik um eine Argumentationsanalyse.

Die Metaethik umfasst drei Grundfragen, welche miteinander in Verbindung stehen.

1. Im Disput von Kognitivismus gegen Nonkognitivismus geht es um die Frage, ob Etwas nur erkannt oder befürwortet wird. Auch geht es darum, ob moralische Sätze wahrheitsfähig sind und ob es bindende Geltungsansprüche für Normen gibt.

2. Der Streit von Realismus gegen Antirealismus behandelt die Frage, ob es objektive Werte fern ab von subjektiver Wertvorstellungen gibt.

3. Der Streit von Moral versus Amoralismus, Relativismus und Nihilismus behandelt die Frage, ob man überhaupt moralisch sein soll und warum man moralisch sein soll.