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Martin Luther King


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

Martin Luther King war amerikanischer Pfarrer und Bürgerrechtler. *15.01.1929 Atlanta · + 04.04.1968 in Memphis
King entwickelt den gewaltlosen Widerstand (siehe Gewaltlosigkeit) zur Waffe der Bürgerrechtsbewegung der Neger Seit 1957 ist er Leiter der Southern Christian Leadership Conference, führt zahlreiche Demonstrationen durch und erhält 1964 den Friedensnobelpreis. King wird1968 ermordet.
Michael Luther King – er nannte sich später nach dem Reformator Martin Luther – war wie sein Vater Pfarrer einer Baptistengemeinde, schon mit 17 Jahren wurde er geweiht. Nach dem Abschluss am theologischen College 1951 studierte er an der Universität von Boston. Während seines Studiums begann sich King für Mahatma Gandhi zu interessieren, dessen Lehren zum Kern seiner eigenen Philosophie des gewaltlosen Widerstandes werden sollten. In Boston lernte er auch Coretta Scott kennen, nach der Heirat 1953 wurde King Pastor der »Dexter Avenue- Baptistenkirche in Montgomery im Bundesstaat Alabama.
In den 50er Jahren war die Rassentrennung in der amerkanischen Bevölkerung weitestgehend akzeptiert, sie wurde in den meisten Staaten im Süden sogar vom Gesetz gefordert. 1952 wurden einige Fälle der Rassentrennung in Schulen vor dem höchsten amerikanischen Bundesgericht verhandelt. So auch der Fall Oliver Brown gegen die Schulbehörde von Topeka in Kansas, bei dem das Gericht 1954 einstimmig entschied, dass die Rassentrennung ungesetzlich sei.

Diese Entscheidung hatte Auswirkungen auch auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens. 1955 wurde King zum Anführer eines Boykotts der Schwarzen gegen die Omnibusse in Montgomery; Anlass hierfür war die Festnahme von Rosa Parks, einer Schwarzen, die sich geweigert hatte, einem weißen Fahrgast ihren Sitzplatz zu überlassen. In der Nacht darauf trafen sich 50 führende Köpfe der späteren Bürgerrechtsbewegung in einer Kirche, um das Problem zu diskutieren, unter ihnen der junge Priester Dr. Martin Luther King Jr. Die Anführer organisierten den Montgomery-Bus-Boykott, der die Busunternehmen zwei Drittel ihres Umsatzes kostete. King organisierte im ganzen Süden der USA Aktionen für die Registrierung Schwarzer in die Wählerlisten, gegen Rassentrennung und für bessere Schulbildung und Wohnungen. Während dieser Aktionen wurde er mehrfach inhaftiert. Beim historischen Marsch auf Washington – 250.000 Schwarze und Weiße demonstrierten am 28. August 1963 gemeinsam vor dem »Lincoln Memorial«, einem Denkmal Abraham Lincolns – hielt er seine berühmte Rede »I Have a Dream«, »Ich habe einen Traum».

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