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Lucius Annaeus Seneca


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Lucius Annaeus Seneca, geb. um 1 in Corduba, gest. 65 n.Chr. bei Rom war ein Schriftsteller, Philosoph und Redner.

Stationen
Aus gesundheitlichen Gründen verbrachte Seneca eine Zeit in Ägypten, bevor er im Jahr 31 nach Rom kam und am Kaiserhof wirkte. Er geriet in die dort grassierenden Intrigen und wurde 41 nach Korsika verbannt.
49 kehrte er nach Rom zurück und wurde schon bald zum Erzieher des jungen Nero ernannt.

Werk
Bekannt ist Seneca vor allem durch seine Briefe, die an einen gewissen Lucilius, einem jüngeren Freund Senecas, gerichtet sind.

Diese „Lehrschreiben“ unterrichten den/die Leser/in darüber, wie ein Leben in Gelassenheit und Freiheit zu erlangen sei.

Seneca zält zu den Philosophen der Stoa, die den Menschen auf ein Leben in Einklang mit der Natur – und damit zugleich in Einklang mit dem Göttlichen – verhelfen wollten.
Diese Absicht zeigt auch eine Auswahl seiner Schriften (+ Abfassungszeitraum):
De brevitate vitae (Über die Kürze des Lebens, 49), De tranquillitate animi, (Über die Gemütsruhe, 53/54), De constantia sapientis (Über die Standhaftigkeit des Weisen, 55), De vita beata (Über das glückliche Leben, 58).

Seneca befasste sich viel mit der Freiheit des Einzelnen. Er war – anders als das zeitgleich auftretende Christentum – ein Gegner der Sklaverei.

Zitate

  • „Die Freiheit geht zugrunde, wenn wir nicht alles verachten, was uns unter ein Joch beugen will.“ (Schreiben an Lucilius 85)