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Kirchentag


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Evangelische Kirchentage und Katholikentage sind seit Jahrzehnten bundesweit viel beachtete Foren zu aktuellen Zeitfragen aus der Perspektive des christlichen Glaubens. Die Christen-Treffen mit jeweils mehreren zehntausend Teilnehmern werden von evangelischen und katholischen Laien getragen. Die Beschäftigung mit der Bibel, das Feiern von Gottesdiensten spielen dabei ebenso eine zentrale Rolle wie Diskussionsforen und die Vorstellung christlicher Initiativen und Aktionen.

Die Tradition der Katholikentage begann 1848. Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 begründet. Er wurde zunächst jährlich und ab 1954 alle zwei Jahre veranstaltet. Bislang gab es 33 evangelische Kirchentage und 97 Katholikentage (Stand 2011). In der DDR wurden ab 1962 zahlreiche regionale evangelische Kirchentage abgehalten.

Vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2003 fand in Berlin der erste Ökumenische Kirchentag statt. Er soll künftig in Abständen in Ergänzung zum Deutschen Evangelischen Kirchentag und Katholikentag stattfinden. Das Thema des Kirchentags war »Ihr sollt ein Segen sein«. Vertreter von 16 Kirchen in Deutschland verabschiedeten am 30. Mai eine Charta Oecumenica. Sie enthält eine Verpflichtung zur engeren Zusammenarbeit. Der 2. Ökumenische Kirchentag fand im Mai 2010 in München statt.

siehe Evangelischer Kirchentag
siehe Ökumenischer Kirchentag