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Ehe (Judentum)


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Die Hochzeit bedeutet für Juden, dass sie eine kleine Existenz haben und nicht einsam sind. Im Talmud steht, dass jeder, der keine Frau hat ohne Freude, ohne Glück und ohne Seligkeit lebt. Sich der Fortpflanzung zu verweigern, ist eine Sünde. In der Zeit von Pessach bis Schawuot ist es an den meisten Tagen verboten zu heiraten. Zwischen Rosch ha-Schana und Jom Kippur, wird selten geheiratet , weil diese als Besinnungstage angesehen werden. Die Hochzeit bedeutet für die Braut (Kala) und dem Bräutigam (Chatan) einen Neuanfang zu machen.

Meistens wird unter freiem Himmel geheiratet, um Gottes Segen zu erlangen. Der Rabbiner spricht einen Segen über einen Becher Wein, aus dem die Eheleute trinken. Dann zieht der Bräutigam der Braut , einen Ring über den Finger, somit ist die Eheschließung perfekt. Ihnen wird noch der Ehevertrag überreicht, wodurch der Mann der Frau Rechte überlässt. Dann spricht der Rabbiner noch einen Segen, und das Ehepaar trinkt wieder einen Schluck aus dem silbernen Becher; anschließend zerbricht der Bräutigam noch ein Glas, um auch bei diesem fröhlichen Anlass an das Leid des Volkes Israel zu erinnern, und die Gäste rufen dem Brautpaar »Masel Tow!« zu, das heißt »Viel Glück!«.

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