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Dekalog


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

(griech. deka=10 und logos=Wort)
Der Dekalog sind die am Berg Sinai von Jahwe an Mose übergebenen beiden Tafeln mit den Zehn Geboten (siehe Zehn Gebote) als Bundessatzung für das Volk Israel. (siehe Ex 20,1-17; siehe Dtn 5,6-21)
Die erste Tafel regelt das Verhältnis zu Gott, die zweite Tafel das Verhalten gegenüber dem (Mit-)Menschen. Die zweite Tafel des Dekalog enthält die Urordnung menschlicher Gemeinschaft, die auch bei anderen Völkern bekannt ist.
siehe Rechtssatzungen

(Die Katechismuszählung weicht von dem Text in Ex 20,1ff-21,1ff insofern ab, als das 2. Gebot »Du sollst Dir kein Gottesbild machen« ausgelassen wird, und -um wieder auf die Zahl 10 zu kommen-, das letzte »Du sollst nicht begehren« geteilt wird in das 9. »deines Nächsten Haus« und das 10. »des Inventars des Hauses deines Nächsten«.
Das im Katechismus als 7. Gebot genannte »Du sollst nicht stehlen« meint aus dem Zusammenhang heraus: »Du sollst keinen Menschen stehlen« und bezieht sich nicht auf das Eigentum, sondern auf die Freiheit. Die Ordnung der Werte, die durch die Gebote geschützt sind, ist die in der Reihenfolge: Leben, Ehe, Freiheit, Ehre, Eigentum.

(Zusatz am 5.1.2003 von Adolf Lescow, Adolflescow@web.de)