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Baptisten


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

griechisch baptizein: untertauchen

Die Baptisten sind eine christliche Glaubensgemeinschaft, deren Kennzeichen die Erwachsenentaufe durch volles Untertauchen des bewusst sich zu Christus bekennenden Täuflings (Erwachsenentaufe), die Alleingültigkeit der Heiligen Schrift, das demokratische Verständnis der Kirche, die Selbstständigkeit jeder Gemeinde sowie die Trennung von Kirche und Staat sind.

Die Glaubensgemeinschaft der Baptisten entwickelte sich im 17. Jahrhundert in England und griff bald auf Nordamerika über, wo sie die stärkste Verbreitung fand. Im 19. Jahrhundert wurden die Baptisten Träger der pietistischen Bewegung (siehe Pietismus) in Europa (ab 1834 erste Gemeinden in Deutschland). Die baptistischen Gemeinden sind regional, national und in einem Weltbund (seit 1905) organisiert und gelten heute (2010) mit weltweit über 37 Mio. Mitgliedern (Baptist World Alliance) als größte protestantische Freikirche.

In Deutschland zählen die im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden organisierten Baptisten rund 83.000 getaufte Mitglieder (Stand 2010). Sie sind Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und gehören der Vereinigung Evangelischer Freikirchen an.