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Altpreußische Union


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

ein Zusammenschluss von östlichen und westlichen Landeskirchen mit gemeinsamer Bekenntnistradition.

Im Jahr 1918 endete das sogenannte Kirchenregiment, in dem der König gleichzeitig der höchste Bischof ist. Größere Teile der Kirche (Posen-Westpreußen, Ost-Oberschlesien, Danzig und Memel) kamen unter andere staatliche Verwaltung. In ihrer neuen Verfassung von 1922 bezeichnete sich die Kirche nicht mehr nach ihrem Territorium, sondern nach ihrem Bekenntnisstand und hieß fortan »Evangelische Kirche der altpreußischen Union«.

Durch den Zweiten Weltkrieg verlor sie eine große Zahl ihrer Gemeinden. Die verbliebenen Kirchenprovinzen wurden selbstständige Landeskirchen und gehören als Gliedkirchen der Evangelischen Kirche der Union an. Insgesamt sind es heute sieben Kirchen: Anhalt, Berlin Brandenburg, schlesische Oberlausitz, Pommern, Rheinland, Kirchenprovinz Sachsen und Westfalen.

1953 wurde die Kirche aufgrund der veränderten politischen Verhältnisse umbenannt und heißt seither »Evangelische Kirche der Union« (EKU). In der Zeit der deutschen Teilung verband die EKU Landeskirchen und Gemeinden aus beiden deutschen Staaten.