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Adolf von Harnack


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Karl Gustav Adolf von Harnack wurde am 7. Mai 1851als Adolf Harnack in Dorpat, Estland geboren. Er gilt heute als der bedeutendste protestantische Theologe und Kirchenhistoriker des späten 19. Und des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Er war der Sohn des Theologen Theodosius Harnack. Adolf Harnack heiratete am 27. Dezember 1879 in Leipzig Amalie Thiersch. Sie bekamen drei Töchter und zwei Söhne.
Sein Sohn Ernst von Harnack engagierte sich in der SPD und wurde von den Nationalsozialisten wegen seiner Beteiligung am Attentat des 20. Juli hingerichtet. Auch seine Tochter Agnes von Zahn-Harnack war politisch sehr aktiv. Sie war eine prominente Vertreterin der bürgerlichen Frauenbewegung und Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei.
Harnack war durch das baltische Luthertum geprägt und begann in Dorpat sein Studium. Später studierte er in Leipzig und promovierte 1873 und habilitierte sich 1874 dort. 1876 wurde er von der Universität in Leipzig zum außerordentlichen Professor ernannt. Als Ordinarius für Kirchengeschichte wirkte er später in Gießen (1879–86), Marburg (1886–88) und Berlin (1888–1924).
Als junger Privatdozent stand der der christlichen Dogmengeschichte kritisch gegenüber. Sein Verständnis des Protestantismus war das von Reformation und Revolution. Seiner Meinung nach hat nur das protestantische Christentum die Botschaft Jesu in seiner Reinheit wiederhergestellt.
Als er dann an der Universität Berlin im Wintersemester 1899/1900 eine Vorlesung über „Das Wesen des Christentums“ hielt, waren diese zahlreich besucht. Diese Vorlesung zog jedoch auch viel Kritik von konservativen Theologen nach sich.
Am 10. Juni 1930 starb Karl Gustav Adolf von Harnack in Heidelberg.