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Sünde (Islam)


CC-BY  Francesco Ficicchia Nachschlagen

Sünde (arab. khatî’a, [Plural] khatî’ât und khatâyâ) bedeutet im Islam die Verfehlung wider den Willen Gottes. Wer eine Sünde begeht, tut dies zu seinem eigenen Nachteil (Qur’ân 4:111f) und wird dereinst für immer in der Hölle büßen (Qur’ân 2:81, 71:25). Dennoch kann Gott als Inbegriff der Barmherzigkeit (rahma) die Sünden auch vergeben (Qur’ân 14:10, 46:31, 71:3). Die schwersten Sünden sind dem Qur’ân siehe Koran) nach der Unglaube (kufr) und der Polytheismus oder die Vielgötterei (shirk), die von Gott nicht verziehen werden und die ewige Verdammnis bewirken (Qur’ân 4:48, 4:116).
Anders als in der christlichen Tradition meint »Sünde« weniger ein moralisches Vergehen, sondern wird vorrangig als Auflehnung gegen Gott verstanden (z.B. Häresie und Glaubensabfall).

siehe Mensch (Islam)