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Sodom und Gomorra


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

Die Stadt Sodom erlangte wegen der vollständigen Zerstörung (Am 4,11; Jes 1,9; Jer 49,18; Röm 9,29) und wegen ihrer Sündhaftigkeit (z.B. Jer 23,14) Symbolcharakter.

Sie liegt am Rande des kanaanitischen Gebiets (Gen 10,19) und ist die bekannteste Stadt der fünf Städte im Süden des Toten Meeres (siehe Totes Meer). Die Bewohner Sodoms gebärdeten sich nach den Erzählungen des Alten Testaments vor allem sexuell abartig, besonders wird ihnen die Homosexualität angekreidet (Gen 19,4-11; 2Petr 2,7f).

Gott überprüfte die Klageschreie der sozial Unterdrückten. Doch die Stadt war so verkommen, dass nicht einmal zehn Rechtschaffene zu finden waren. Deswegen war der Untergang nicht aufzuhalten. Der einzig Rechtschaffene, nämlich Lot, wurde vor der Vernichtung aus Sodom von Gottesboten fortgebracht.

Die Stadt selbst, vorher ein fruchtbares Gebiet, wurde im Schwefel- und Feuerregen vollständig vernichtet (Gen 19,24-29). Nur die Schwefel- und Salzdecke erinnerte an die Brandkatastrophe (Dtn 29,22). Die in der Gegend häufigen Salzsäulen wurden ursächlich auf die Frau Lots zurückgeführt, die sich auf der Flucht nicht an Gottes Weisung gehalten hatte, sich nicht umzudrehen, und daher zu Salz erstarrt war (Gen 19,17 f).

Die vollständige Vernichtung trauf auch die Stadt Gomorra. Es handelt sich um eine volkstümliche Erklärung der Tatsache, dass an der Stelle früherer Fruchtbarkeit jetzt Erdpech und Schwefel vorkommen. Sodom und Gomorra wurden im Laufe der Zeit ein geflügeltes Wort für Schlechtigkeit überhaupt (vgl. Jes 1,9; Zef 3,9) und zum warnenden Beispiel des kommenden Gerichts, so auch im NT (z.B. Lk 17,29 ; Jud 1,7ff oder Mt 10,15).

siehe Sodomie