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Pfarrernotbund


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Der Pfarrernotbund wurde am 21. September 1933 von den Pfarrern Eugen Weschke, Herbert Goltzen und Günter Jacob gegründet. In ihm schlossen sich alle Theologen und Pfarrer zusammen, die gegen den sogenannten „Arierparagraphen“ protestierten, der in der größten evangelischen Landeskirche, der Altpreußischen Union, von den Deutschen Christen für kirchliche Würdenträger eingeführt worden war.
Bis 1934 waren beinahe ein Drittel der deutschen Geistlichen Mitglied, daneben entstanden Bekenntnisgemeinschaften in vielen Landeskirchen. Diese beiden zusammen, Pfarrernotbund und Bekenntnisgemeinschaften, bildeten die Wurzel der Bekennenden Kirche.
Nach der Machtergreifung durch Hitler 1933 beschloss der Reichstag das sogenannte „Gleichschaltungsgesetz“, das vorgab, das alle staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen, also auch die Kirche, die politisch-ideologischen Ziele der NSDAP übernehmen sollten. Bei den reichsweiten Kirchenwahlen 1933 hatte die Vereinigung nationalsozialistischer Kirchenmitglieder, die Deutschen Christen, mit Hitlers Hilfe die Mehrheit erhalten.