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Passive Sterbehilfe


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Passive Sterbehilfe ist die Entscheidung des Arztes, bei sterbenden Menschen auf eine lebensverlängernde Therapie zu verzichten oder eine begonnene lebensverlängernde Therapie zu unterbrechen. Ziel dieser Maßnahme ist es, schwerkranken, sterbenden Menschen die Möglichkeit zu geben, an ihrer Krankheit zu sterben – sie sterben zu lassen. Der Begriff »Passive Sterbehilfe« ist eher unglücklich gewählt, da ärztliches Handeln nicht passiv sein kann. Es geht vielmehr darum, die Therapie bei einem sterbenden Patienten zu verändern – von der klinischen Vollversorgung, wie im Heilungsauftrag beschrieben, hin zur Palliativmedizin einschließlich Symptomkontrolle.