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Ordo Templi Orientis


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Der Ordo Templi Orientis (O.T.O.) – Orden des östlichen Tempels – wurde um das Jahr 1896 von dem gelernten Chemiker und späteren Industriellen Carl Kellner (gest. 1905) initiiert, 1903 unter Beteiligung des Theosophen Franz Hartmann offiziell gegründet.

Anliegen des Ordens
Die Gründung des Ordens kann als Versuch angesehen werden, an die Mythen des verbotenen Ritterordens der Templer anzuknüpfen und zugleich den Ideen und Idealen der Freimaurerei verpflichtet zu sein.
Der O.T.O. wurde als Geheimgesellschaft gegründet, mit dem Ziel einigen Eingeweihten esoterisches Wissen zu vermitteln.

Struktur
Der Aufbau glich den Logen der Freimaurer: Es gab einen inneren Zirkel, ebenso konnten verschiedene Stufen („Grade“) erreicht werden.

Ideengeschichte
Die Wurzeln des O.T.O. sind ebenso vielfältig wie schwer zu greifen: Theosophische, hermetische, freimaurerische, christlich-gnostische Ideen werden ebenso angenommen, wie Vorstellungen orientalischer Religiosität.

Kellner verstarb 1905 an den Folgen eines Laborunfalls. 1906 übernahm der Theosoph und Freimaurer-Großmeister Rudolf Steiner die Leitung des Ordens.

In den 1920er Jahren zerfiel der O.T.O. in verschiedene Orden.

Dr O.T.O.darf nicht verwechselt werden mit der extrem-pietistischen Tempelgesellschaft.

Roth, J. H.: Art. Templer, II. Neureligiös, in: LThK, 9 2000 Freiburg u.a. 1332.