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Mandala


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

Mandala ein fremdes Wort aus der Sprache Sanskrit (Indien).
Zentrierung, Konzentration, Ordnung, Struktur, Kreis sind die Worte, die uns zum Wort und Begriff Mandala vertrauter sind.
Was steckt dahinter:

Ordnungen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Verstehen wir eine Ordnung nicht, so löst das Unverständnis bei vielen Menschen Angst und Unruhe aus. Wir können uns nicht mehr orientieren, es fehlt uns die Möglichkeit, uns den Verhältnissen anzupassen.
Dies bedroht uns Menschen, denn der Mensch ist darauf angewiesen, sich an einer Ordnung zu orientieren, denn nur dadurch konnten die Menschen bisher stabile Gruppen aufbauen, eine Gesellschaft bilden. Diese hilft sein Überleben zu sichern.
Eine der einfachsten und gleichzeitig für den Menschen sehr bedeutenden Ordnung ist der Kreis. Jeder Punkt ist gleich entfernt vom Mittelpunkt, vom Zentrum. Es gibt kein Vor- und Hintereinander, kein Anfang und kein Ende. Diese Anordnung spielt in der Natur eine große Rolle. Der Kreis ist ein Symbol für Ganzheit, kein Anfang und Ende, für Gleichgewicht, Harmonie, Ausgewogenheit und Kosmos
Funktion des Mandala:
Kraft ihrer mathematischen Struktur dienen Mandalas als Ordnungsfaktoren in einer geistigen Unordnung. Der sich mit dem Mandala Beschäftigende entwirft mit dem Mandala eine eigene innere Ordnung, an der sich seine Seele orientieren kann. Mandalas drücken nicht nur Ordnung aus, sondern sie bewirken auch eine.
Kurz: er lernt Konzentration.

(Sanskrit: Kreis), im Tantra- und esoterischen Buddhismus ein kosmologisches Diagramm, das als Fixierpunkt bei der Meditation dient und ein Abbild des Universums darstellt. Indem sich der Meditierende nacheinander auf jeden einzelnen seiner Kreise konzentriert, nähert er sich seinem Zentrum. Jedes Mandala, auf dem eine bestimmte Anzahl von Gottheiten oder abstrakte Symbole dargestellt sind, besitzt eine eigene unverwechselbare Charakteristik, obgleich die Grundstruktur aller Mandalas gleich ist. Der japanische esoterische Buddhismus verwendet zwei Hauptmandalas, die Schoß-Welt und die Diamanten-Welt. Mandalas des Buddha Vairocana sind besonders in einer Richtung des buddhistischen Tantrismus verbreitet, wo sie die Fülle der himmlischen Buddhas sowie die Buddhanatur aller Realität zeigen. Künstlerische Darstellungen von Mandalas reichen von bemalten Bildrollen bis hin zu den Sandmalereien des tibetischen Buddhismus. Auch der riesige Tempel von Borobudur in Java hat die Form eines gigantischen steinernen Mandalas.
Das Mandala kommt als Symbol in allen Kulturen vor z.B. bei den Indianern innerhalb von Heilungszeremonien. Es wurde viel benutzt in kultischen, esoterischen, mystischen und religiösen Bereichen. So gibt es den hl. Kreis, den Kreis der 12 Apostel, die Ritter der Tafelrunde im Gral, magische Kreise in kultische Zusammenhängen wie Stonehenge, Grundrisse vieler Kirchen sind Mandalas.

Wer ein Mandala ausmalt, sollte vom Äußeren beginnen und langsam zur Mitte hin malen.