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Koran Übersetzung


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Jede Übersetzung sei eine Interpretation. Der Vorwurf der Verfälschung steht im Raum. Nur der arabische Koran sei maßgeblich. Dieser ist aber im quraischitischen Dialekt, der Sprache des Stammes Mohammeds, geschrieben. Das heutige Arabisch, welches durch Fernsehsender wie „Al-Dschasira“ im gesamten arabischen Raum verbreitet wird, weicht aber deutlich vom Koran-Arabisch ab. Wer also nur heutiges Arabisch spricht, der hat keinen besseren Zugang zum Koran als der, der eine Übersetzung eines „Alt-Arabisten“ liest. In der Islamwissenschaft anerkannt sind die Übersetzungen von Rudi Paret, Hans Zirker und Hartmut Bobzin.
Bobzin, Hartmut: Der Koran – neu übertragen, Verlag C.H. Beck München 2010.
Parets Übersetzung wird in der Sekundärliteratur am häufigsten zitiert. Sie gilt als philologisch sehr zuverlässig. Im Lesefluss wirkt sie allerdings leider etwas hölzern und „sperrig“. Empfehlenswert ist die gerade erst erschienenden Übersetzung von Bobzin. Philologische fast genauso zuverlässig, stilistisch dem Original angemessen, sehr übersichtliche Gliederung und „flüssig“ lesbar.

Der Koran. Kohlhammer, Stuttgart 2010 (Originaltitel: Qur'an, übersetzt von Rudi Paret). Der Koran. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007 (Originaltitel: Qur'an, übersetzt von Hans Zirker)