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Kolpingwerk

Bild Das Kolpingwerk ist ein internationaler katholischer Sozialverband mit Sitz in Köln. Er ist aus den katholischen Gesellenvereinen hervorgegangen.

Der erste Katholische Gesellenverein wurde 1846 in Elberfeld von dem Lehrer Johann Gregor Breuer gegründet. Der Priester Adolph Kolping (1813-1865) begann 1848 als zweiter Präses dieses Vereins von Köln aus mit dem Aufbau weiterer Gesellenvereine. Obwohl die Vereinsstatuten von Breuer stammten, wurde Kolping zum Organisator dieser Gemeinschaften und zum Initiator eines sozialen katholischen Vereinswesens. Damit wollte er vor allem die jugendlichen Handwerker und die Familien in christlichem Geist erneuern. Der Verband der katholischen Gesellenvereine wurde in der Zeit des Nationalsozialismus in Kolpingwerk umbenannt. Papst Johannes Paul II. hat Adolph Kolping 1991 in Köln selig gesprochen.

Weltweit gehören zu Kolpingwerk in 44 Ländern rund 400 000 Menschen, davon allein in Deutschland etwa 260 000 in mehr als 2500 Kolpingfamilien. Das Kolpingwerk war der einzige katholische Verein, der auch während der DDR-Zeit aktiv war.

Sitz des internationalen Kolpingwerks und des deutschen Zentralverbandes ist Köln. Ziel des Werkes ist es u.a., die »Mitglieder zu befähigen, sich als Christen in der Welt und damit in Beruf, Ehe und Familie, in Kirche, Gesellschaft und Staat zu bewähren.« Die Arbeit des Kolpingwerkes vollzieht sich vor allem in Gruppen und Kolpingfamilien auf Pfarr- und Ortsebene.

Weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten des Kolpingwerkes.

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