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Kapuziner


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

Die Kapuziner sind ein selbstständiger Zweig des Franziskanerordens. Der Orden wurde 1528 durch Papst Clemens VII. anerkannt. Die Mitglieder der Gemeinschaft tragen oft einen Bart und ein braunes Habit, mit Strick gegürtet, und eine braune Kapuze, daher ihr Name.

Die Kapuziner waren seit ihrer Gründung ein sehr volksnaher Orden. Sie widmeten sich der Beschauung und dem Gebet, waren aber auch in der Seelsorge tätig. Durch ihre einfache Lebensweise, durch regelmässige Aushilfen und jährliche Sammlungen, durch ihre Frömmigkeit und durch karitativen Einsatz waren sie im ganzen Volk sehr beliebt. Mit Einsatz und Hingabe widmeten sie sich der Predigttätigkeit, dem Beichtdienst und der Pflege des sakramentalen Lebens. So trugen sie mit anderen Orden (Franziskanern, Jesuiten) im 17. und 18. Jahrhundert wesentlich zum Gelingen der inneren Reform der Kirche bei.

Heute gibt es weltweit etwa 11.000 Kapuziner, die nach der Ordensregel des hl. Franz von Assisi leben. Sie pflegen weiterhin ein kontemplatives Gebetslebens und engagieren sich insbesondere für die Armen, Schwachen und Kranken der Gesellschaft. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Kapuziner der deutschsprachigen Provinzen.