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Jüdische Bestattung


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Der Friedhof hat bei Juden verschiedene Namen, wie z. B. „Stätte des Lebens“, „Stätte der Ewigkeit“ oder „Stätte der Gräber“.
Man schmückt das Grab nicht, sondern legt nach jedem Besuch einen neuen Stein aufs Grab. Der Stein bedeutet, dass der Tote nicht vergessen ist. Die Kremation, die Verbrennung, ist bei den Juden verboten. Begründet wird das Kremationsverbot mit Gen 3,19. Innerhalb von 24 Stunden nach Eintritt des Todes sollte die Beerdigung vollzogen werden. Wenn ein Jude verstorben ist, wird ein Stück der Kleidung zerrissen, um den Schmerz und die Trauer zu verdeutlichen. Das zeigt den Schmerz und die Trauer. Es werden ein Segen und Gebete gesprochen. Nach der Beerdigung waschen sich alle die Hände um sich zu reinigen.
Nach der Beerdigung folgt eine siebentägige Trauerfeier, „Schiwa sitzen“, zu Hause, die nur durch den Sabbat unterbrochen werden darf. Die zweite Phase der Trauer wird als Scheloschim bezeichnet, welche 30 Tage andauert. Auf diese folgt das Trauerjahr (Awelut) in dem Feiern etc. vermieden werden. In den ersten 11 Monaten nach dem Tod wird in jedem Gottesdienst Kaddish gesagt.