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Judentum (Musik)


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

Der Psalmgesang wurde besonders zur Zeit der Könige durch Instrumente begleitet. Bevorzugte Instrumente waren Flöten und Oboen, die auf altägyptische Vorbilder zurückgehenden Tempeltrompeten, der rituelle Schofar aus Widder- und der Keren aus Stierhorn. Die synagogale Musik scheint auch eine Art Orgel gekannt zu haben. An Saiteninstrumenten existieren: die seltene Nabla (eine dreieckige Harfe), größere Harfen sowie der Kinnor, das königliche Instrument Davids, eine Leier, also keine Harfe. Der jüdische Synagogalgesang ist eine monodische, mündlich tradierte Kunst. Eine eigentliche Notenschrift hat es nicht gegeben, sondern lediglich Lektionszeichen.

Die Klezmermusik ist die Instrumentalmusik der osteuropäischen Juden. Sie enthält viele Elemente aus der europäischen Volksmusik und hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Diese Musik wurde ursprünglich von den Musikanten gespielt, die von Dorf zu Dorf zogen. Man kann sie vor allem außerhalb der Synagogen auf Hochzeiten, Festen und Feiertagen hören. Es gibt eine Vielzahl von jüdischen Volksliedern. Jedes dieser Lieder ist eine Liebeserklärung an die Sprache, die Lager und Ghetto überlebt hat.

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