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Arbeit im Neuen Testament


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Arbeit wird im Neuen Testament als zum Menschen gehörig verstanden und ist Grundlage vieler Erzählungen und Gleichnisse. Beispiele sind die Weinbauern, die Hirten und viele andere Berufsgruppen, die erwähnt werden. Jesus selbst war wohl von Beruf Handwerker, nämlich wie sein Vater Zimmermann. Von einigen seiner Jünger wissen wir, dass sie zuvor als Fischer tätig waren. Paulus war Zeltmacher und übte seine Tätigkeit auch während seiner Missionsreisen noch aus; der Evangeliumsschreiber Lukas war vermutlich Arzt. Arbeit wird im Neuen wie im Alten Testament im Gegensatz zur griechischen Tradition überhaupt nicht als etwas Negatives empfunden. Im Alten Testament wird aufgezeigt, welche Rolle die Arbeit des Menschen in der göttlichen Schöpfungsordnung einnimmt. Im Neuen Testament ist das alltägliche Arbeiten der Ausgangspunkt vieler Gleichnisse Jesu. Wichtig zu erwähnen ist aber darüber hinaus, dass die Arbeit des Menschen im Neuen Testament auch nicht heroisiert wird. Arbeit ist etwas für den Menschen völlig Notwendiges, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, der Glaube an Gott hat damit aber nicht so bedeutend viel zu tun. Im Neuen Testament spielt hingegen auch das Einhalten von Ruhe eine bedeutende Rolle. Insgesamt sprechen sich die Texte des Neuen Testaments auch gegen ein zu starkes Leistungsdenken im Arbeiten aus. Die Arbeit hat ihren selbstverständlichen Platz in Leben eines Menschen. Sie sollte aber nicht den ganzen Menschen einnehmen