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Synagoge


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster Nachschlagen

Bild griechisch: die sich versammelnde Gemeinde

Das Wort »Synagoge« ist im Griechisch sprechenden Judentum und im NT die gebräuchlichste Bezeichnung für das Gebäude, das dem jüdischen Gebetsgottesdienst dient. Es lässt sich als »Versammlungshaus« übersetzen.

Die Synagoge bildet seit der Zerstörung des Tempels von Jerusalem das eigentliche geistige Rückgrat des Judentums. Durch sie kommt das Volk in dauernden Kontakt mit dem Gesetz. In ihr wird dem Volk (im Gegensatz zum Tempel) eine aktive Teilnahme an der Liturgie ermöglicht.

Das »Herz der Synagoge« ist der Toraschrein, an der nach Jerusalem zugewandten Seite. Er birgt das Kostbarste, die Torarollen. Sie sind aus Pergament und mit schwarzer Tinte von Hand geschrieben. Mit einem Mantel aus Brokat oder Samt sind sie umhüllt und mit einer Krone bzw. einem Glockentürmchen geschmückt.

In der Mitte des Raumes befindet sich die Bima, ein erhöhter Platz für die Verlesung der Tora. In orthodoxen Synagogen sind die Sitzreihen nach Frauen und Männern getrennt. Bei Reformjuden ist diese Trennung aufgehoben.

Der Gottesdienst in der Synagoge beginnt mit einer von Segensworten umrahmten Rezitation des Schema Israel (Höre, Israel), es folgen das Achtzehngebet und der Priestersegen. Den Mittelpunkt bildet die Verlesung einer Perikope der Tora (siehe Pentateuch) und einer entsprechenden Perikope aus den Prophetenbüchern.

Weitere Informationen finden sich im Internet.