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Montgomery-Bus-Boykott


CC-BY  Mario Reinhardt Nachschlagen

In Montgomery/ USA waren die ersten Reihen in den Bussen für weiße Passagiere reserviert, dahinter kamen Sitze, die von Farbigen benutzt werden durften. Am 1. Dezember 1955 fuhr Rosa Parks nach der Arbeit mit dem Bus nach Hause und nahm im mittleren Teil des Busses Platz. Als der weiße Busfahrer sie aufforderte, ihren Platz für einen Weißen frei zu machen, weigerte sich Rosa Parks und blieb einfach sitzen, worauf sie verhaftet und ins Gefängnis gebracht wurde. Der stille Protest der Rosa Parks sprach sich schnell herum. Um gegen die disriminierende Rassentrennung vorzugehen begann bereits am 5. Dezember 1955 ein Boykott der städtischen Busbetriebe durch die schwarze Bevölkerung. Unterstützt wurde der Boykottaufruf von der neugegründeten Montgomery Improvement Association unter der Führung von Martin Luther King. Das Resultat war überwältigend. Während die lokalen Verkehrsbetriebe nach der Festnahme von Rosa Parks von Tag zu Tag immer größere Verluste einfuhren, liefen die Schwarzen – oft kilometerweit – singend und händehaltend zu Fuß. Am 21. Dezember 1956, nach 382 Tagen, wurde schließlich durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA die Rassendiskriminierung in Bussen in Montgomery aufgehoben. Der Montgomery Bus Boykott war ein strahlender Sieg für die Unterstützer des gewaltfreien Protests und Martin Luther King stieg zum höchst respektierten Anführer dieser Bewegung auf.