Silvester


CC-BY  Heinz-Jürgen Deuster / Chrismon Christlicher Glaube, Feste Geschichte, Frühe Kirche

Silvester ist ein lateinischer Vorname und bedeutet so viel wie Waldbewohner. Der letzte Tag des Jahres wurde nach Papst Silvester I. benannt, weil er vermutlich am 31.12. 335 starb.

Das Ende des Jahres wurde seit jeher auch von Germanen und Römern gefeiert. Die Römer veranstalteten Trinkgelage und ausschweifende Feiern mit Opfergaben. Die Germanen konnten in dieser Zeit Kontakt zur »anderen Welt«, der Welt der Geister und Dämonen aufnehmen. Die eigentlichen Feierlichkeiten fanden tagsüber statt.

Silvester ist die Mitte der sogenannten Raunächte. Der germanische Volksglauben ging davon aus, dass in der dunklen Jahreszeit der Wintersonnenwende und der Raunächte die jenseitigen Mächte besonders lebendig sind und dass Wotan mit seinem wilden Heer mit Sturmesheulen und brausendem Lärm durch die Wälder und Lüfte saust.

Mit Peitschenknall und großem Lärm versuchte man daher das Böse zu vertreiben und mit brennenden Holzrädern die Dunkelheit der Raunächte zu besiegen. Wenn sich auch die ursprüngliche Intention der Vorfahren gewandelt hat, so ist das freudige und lautstarke Begrüßen des neuen Jahres in Form von Gewehrschüssen, Böllerschüssen und Silvesterknallerei geblieben (siehe Brot statt Böller).

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